Est. 1968

68 Die gute Adresse für gute Adressen

 

KL

Dr. Konrad Lübke

1968 gründet der Jurist Dr. Konrad Lübke in Stuttgart das Maklerhaus Dr. Lübke Immobilien. Sein erster und für viele Jahre auch wichtigster Mitarbeiter ist Hans L. Schachtler, der später bis in das Jahr 2000 als Geschäftsführer die Entwicklung des Hauses wesentlich mitbestimmen wird. Beide waren bereits längere Zeit erfolgreich im Immobiliengeschäft tätig.

Schon nach wenigen Jahren wird das Unternehmen eine der ersten Adressen im Großraum Stuttgart. Den „Lübke“ kannte fast jeder, ganz gleich, ob er sich mehr oder weniger mit Immobilien beschäftigte.

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Der Fokus des Unternehmens lag zunächst auf hochwertigen Einfamilienhäusern und natürlich auf Mehrfamilienhäusern, die Mitte der 60er Jahre eine Renaissance erlebten.

74 Initiator der sozialverträglichen Wohnungsprivatisierung

HS

Hans L. Schachtler

Dr. Lübke erhält den ersten Auftrag zur Privatisierung von Werkswohnungen durch die Salamander AG. Damit wird der Grundstein der sozialverträglichen Wohnungsprivatisierung in Deutschland gelegt. Das Potenzial ist riesig. Bis Ende der 90er Jahre sollten unter Federführung von Hans Schachtler rund 70.000 Wohnungen durch die Dr. Lübke GmbH privatisiert werden. Der gute Ruf des Hauses reicht bis in die Bundesregierung. Schachtler berät sie bei der Formulierung des ersten Wohnungsbindungsgesetzes.

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Zur Tradition deutscher Industriekultur gehörte die Versorgung der Stammbelegschaft mit werkseigenen Wohnungen. Ab den 70er Jahren begannen viele Unternehmen, sich von diesen Beständen zu trennen. Ziel war es, die Wohnungen möglichst sozialverträglich an die darin wohnenden Mitarbeiter zu veräußern und die damit gehobenen stillen Reserven in die Unternehmensentwicklung zu investieren.

85 Der nächste Gründer ...

JFK

Jürgen F. Kelber gründet 1985 in Heilbronn ein eigenes Immobilienunternehmen. Es firmiert zunächst unter Schwaben Immobilien und erhält später den Namen Alt & Kelber Immobilienkontor.

Auch dieses Unternehmen wird sich in den folgenden Jahren intensiv in der Wohnungsprivatisierung engagieren. Der Name Alt & Kelber wird zu einer festen Größe in der Branche. Immerhin fast 50.000 Wohnungen sollen es später sein, die das Unternehmen vermarktet.

89 Lübke verkauft an Dresdner Bank

DresdnerBank

Die Dresdner Bank AG, zweitgrößte Bank Deutschlands, erwirbt 1989 das Maklerunternehmen Dr. Lübke. Ziel ist es, dessen Kompetenzen in das Leistungsportfolio des Bankhauses einzubinden und Immobiliendienstleistungen bundesweit anzubieten. In den folgenden Jahren werden an allen Niederlassungsstandorten der Bank auch selbstständige Büros der Maklertochter entstehen. Natürlich auch in den gerade entstandenen neuen Bundesländern.

Fast 13 Jahre wird diese Familienbeziehung halten. Die Marke Dr. Lübke bleibt bestehen.

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Die Dresdner Bank ist nicht die einzige Bank, die sich ein Maklerunternehmen zulegt. Auch andere Banken, insbesondere die Deutsche Bank integrieren in dieser Zeit Maklerunternehmen in ihren Konzern. Ziel ist es, im Rahmen des sogenannten Allfinanzkonzeptes eigene Kunden rundum zu betreuen. Heute betrachtet ging diese Strategie nur selten wirklich auf.

90 99 Neue Märkte rufen

 

NeueMärkte

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 eröffnen sich sowohl für Dr. Lübke als auch für Alt & Kelber neue Perspektiven. Beide Unternehmen eröffnen sehr früh Niederlassungen in den neuen Bundesländern.

Jürgen F. Kelber gründet neben einer eigenen Hausverwaltungsgesellschaft die Alt & Kelber Wohnungsprivatisierung und engagiert sich gerade in diesem Segment zunehmend in den neuen Ländern. Wichtiger Auftraggeber ist das staatliche Liegenschaftsunternehmen TLG. Die Deutsche Bank zeichnet das Unternehmen für seine Privatisierungsleistungen aus.

Auch Dr. Lübke privatisiert für die TLG und viele kommunale Gesellschaften. Gleichzeitig entstehen Büros in Berlin, Dresden, Leipzig und Erfurt. Deren Fokus liegt insbesondere auf Investmenttransaktionen mit Mehrfamilienhäusern und Wohnanlagen. Gemeinsam mit der Dresdner Bank werden ausgewählte Neubauwohnungsprojekte in erheblichen Volumina bei Kapitalanlegern platziert.

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Im Jahr 1999 wird in der Dresdner Bank mit den Gesellschaften DEGI und Dr. Lübke eine Immobiliengruppe gebildet. In diesem Zuge wird der Sitz der Gesellschaft nach Frankfurt am Main verlagert. So schwer der Abschied von Stuttgart fiel, so wichtig war es, nun im Zentrum des deutschen Immobilien Business zu sitzen.

00 Erste MEGA Wohnungstransaktion

Das japanische Bankhaus NOMURA übernimmt 113.000 Eisenbahnerwohnungen. Es ist die bis dahin größte Transaktion am deutschen Wohnungsmarkt. Dr. Lübke realisiert im Auftrag der Bank die erste große immobilienwirtschaftliche Due Diligence.

Kern dieser extrem umfangreichen Analyse ist die Einschätzung von Privatisierungschancen und entsprechenden Erlösen. Die große Erfahrung des Teams Dr. Lübke aus der Wohnungsprivatisierung bildet die optimale Voraussetzung, die komplexe Aufgabe mit überzeugenden, marktnahen Resultaten zu lösen.

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Politisch ist diese Transaktion lange sehr umstritten. Schließlich geht es um das Tafelsilber. Aber Kommunen und Institutionen brauchen Geld. Da ist der Verkauf der Eisenbahnerwohnungen ein willkommenes Signal. Erst viele Jahre später wird die dort entstandene Privatisierungseuphorie deutlich gebremst werden.

02 Zurück zu den mittelständischen Wurzeln ...

 

MBO

Ulrich Jacke & Morten Hahn

Im Rahmen eines MBO übernehmen Morten Hahn und Ulrich Jacke die Dr. Lübke GmbH von der Dresdner Bank. Das Unternehmen ist jetzt wieder unabhängig und inhabergeführt.

Sowohl Morten Hahn als auch Ulrich Jacke sind seit 1999 Geschäftsführer des Unternehmens.

Morten Hahn trat 1994 nach einer Tätigkeit im Firmenkundengeschäft der Dresdner Bank in das Unternehmen ein und verantwortete bis 1999 die Entwicklung der Büros in Dresden, Leipzig und Erfurt. Ulrich Jacke begann bereits 1991 bei Dr. Lübke nach langjähriger leitender Tätigkeit bei der Dresdner Bank, zuletzt in der Zentrale, und verantwortete die Investmentsparte des Unternehmens.

Beide haben eine klare Vorstellung von der künftigen Entwicklung des Unternehmens und leiten einen deutlichen Strategiewechsel ein. Der Geschäftsfokus wird maßgeblich auf die Begleitung von Transaktionen wohnwirtschaftlicher und gewerblicher Investments und die Vermietung von Gewerbeflächen gelegt. Gleichzeitig entsteht ein neues Segment Consulting & Valuation, mit dem Ziel die Beratungskompetenz deutlich zu erweitern. Dieser Schritt sollte sich in den nächsten Jahren auszahlen.

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Im Zuge des Strategiewechsels erfolgte außer am Gründungsstandort Stuttgart eine Trennung vom klassischen Retailgeschäft mit der Vermittlung von Einfamilienhäusern und Wohnungen. Das große und wenig effiziente Standortnetz wurde auf 6 Regionalbüros gestrafft.

00 07 Was mit der ersten Due Diligence begann ...

wird nun durch Alt & Kelber umgesetzt. Als wichtigster und größter Vertriebspartner der Deutschen Annington, welche die durch NOMURA erworbenen Eisenbahnerwohnungen nun hält, setzt Alt & Kelber die geplante Privatisierung der Bestände um. Hinzu kommen weitere Bestände, unter anderem aus dem Erwerb der VITERRA.

Kelber steuert inzwischen ein Unternehmen, das auf 400 Mitarbeiter angewachsen ist und an fast 50 Standorten in Deutschlands Büros unterhält. Die Zielmarke 50.000 Wohnungen rückt immer näher.

Zeitgleich arbeitet Ralf Kind, späterer Gesellschafter der Dr. Lübke & Kelber GmbH, bei Barclays Capital in London an der ersten Verbriefung deutscher Wohnimmobilien. Die unter dem Transaktionsnamen „Hallam“ bekannte € 265 Mio. schwere Verbriefung von rund 8.500 Wohnungen der Viterra Tochtergesellschaft Frankfurter Siedlungsgesellschaft mbH (FSG) ist die erste Verbriefung von deutschen Wohnungsbeständen und wird Ende 2004 erfolgreich am Kapitalmarkt platziert. Die Verbindung von deutschen Wohnimmobilien und dem Kapitalmarkt ist somit hergestellt. In den Folgejahren wird die Hallam-Struktur als Finanzierungsblaupause bei vielen anderen Transaktionen im deutschen Immobilienmarkt genutzt.

05 08 Gefragter Berater für grosse Transaktionen

Die langjährige Erfahrung mit Wohnimmobilienbeständen zahlt sich aus. Dr. Lübke wird sowohl von nationalen Eigentümern als auch von renommierten internationalen Investoren mit der Due Diligence großer deutscher Wohnungsportfolien beauftragt und begleitet so zahlreiche Transaktionen im Wert von vielen Milliarden Euro. Dazu zählen der Verkauf der GAGFAH, der GSW, der VITERRA, der Wohnungsbestände der Stadt Dresden und viele NPL-Portfolien.

Auch die Vermarktung von Gewerbeportfolien steht im Fokus. Ein Beispiel ist die Vermarktung eines unter der Bezeichnung Leo 2 verkauften, millionenschweren Portfolios mit etlichen öffentlichen Verwaltungsgebäuden im Auftrag des Landes Hessen.

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Internationale Investoren hatten am Anfang des Jahrzehnts den deutschen Immobilienmarkt für sich entdeckt. Insbesondere Wohnimmobilien waren im internationalen Vergleich deutlich unterbewertet. Nicht zuletzt wegen der fast unbegrenzten Verfügbarkeit günstiger Fremdmittel erreichten die jährlichen Transaktionsvolumina in diesen Jahren immer wieder Rekordwerte. Erst 2007 wurde die positive Stimmung durch die amerikanische Immobilienkrise deutlich gedämpft.

06 Erstes Asset Management Mandat

Die beiden dänischen institutionellen Investoren PKA und Top Danmark beauftragen Dr. Lübke mit dem Aufbau und der Steuerung eines Wohnportfolios in Berlin.

Das ist eine völlig neue Herausforderung für das Unternehmen. Trat es bisher nur als Berater bei Transaktionen auf, übernimmt es nun auch die Rolle des Investors. Diese neue Dimension führt zum Aufbau eines eigenen Asset Management Teams in Berlin. Der Erfolg spricht für sich. Immobilien im Wert von 200 Mio. Euro werden an den Standorten Berlin und Dresden – häufig in Einzeltransaktionen – erworben und schrittweise optimiert. 2014 kann das Portfolio mit großen Gewinnen am Markt platziert werden.

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Als wichtiger Erfolgsfaktor zeigt sich die Kombination von Transaktions-, Analyse- und Managementkompetenz. Das Team Dr. Lübke ist dafür richtig aufgestellt.

08 Verkauf der Alt & Kelber Immobiliengruppe

Der Wiener Immobilienkonzern CONWERT erwirbt von Jürgen F. Kelber dessen Immobilienunternehmen mit 400 Mitarbeitern.

Jürgen F. Kelber entwickelt als Vorstand der CONWERT das integrierte Unternehmen zum Asset Manager. Es werden nicht nur die Immobilien des Konzerns betreut, sondern auch im Auftrag Dritter Bestände erworben, optimiert und privatisiert. Wichtigster Kunde ist die Deutsche Bank Tochter DWS, in deren Auftrag Wohnimmobilienfonds mit einem Gesamtvolumen von 500 Mio. Euro aufgebaut und betreut werden.

Jürgen F. Kelber wird Ende 2012 nach Auslauf seines Vertrages den Konzern verlassen, um sich wieder mittelständischen Perspektiven zuzuwenden.

09 Die Finanzkrise lastet auf Deutschland

Wie viele Unternehmen wird auch die Dr. Lübke GmbH hart durch die Finanzkrise getroffen. Die einbrechende Nachfrage nach Immobilien und die Zurückhaltung der Banken sorgen für einen dramatischen Umsatzrückgang. Verschiedene Restrukturierungsmaßnahmen werden erfolgreich eingeleitet.

13 Eine strategische Fusion

Jürgen F. Kelber und Ralf Kind werden mit insgesamt 50% neue Mitgesellschafter des Unternehmens, welches zukünftig als Dr. Lübke & Kelber GmbH firmiert. Ralf Kind ist ein erfahrener Investmentbanker mit entsprechenden Kapitalmarktkompetenzen.

Gemeinsames Ziel ist es, die Beratungs- und Transaktionskompetenzen von Dr. Lübke um Kapitalmarktkompetenz zu erweitern und damit eine überzeugende Wertschöpfungskette vom Investment Management über das Asset Management bis zur Transaktionsberatung zu schaffen. Gleichzeitig wird die Schwestergesellschaft Arbireo Capital AG gegründet.

Ralf Kind bleibt dem Unternehmen als Mitgesellschafter nach seinem Ausscheiden aus der Geschäftsführung im September 2016 eng verbunden.

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