17,1 Milliarden Euro Transaktionsvolumen in 2019

  • Marke von 16 Milliarden zum vierten Mal in fünf Jahren durchbrochen
  • Höchstes durchschnittliches Transaktionsvolumen pro Deal seit 2012 mit 50,7 Millionen Euro
  • Wieder stärkere Investorennachfrage in den A-Städten

Das Transaktionsvolumen auf dem deutschen Wohninvestmentmarkt für das gesamte Jahr 2019 ist mit rund 17,1 Milliarden das dritthöchste der vergangenen 10 Jahre. Zwar ist das Gesamtvolumen im Vergleich zum Vorjahr (19,3 Milliarden Euro) um rund 11 Prozent gesunken, aber das Ergebnis liegt deutlich über den Werten der vorangegangenen Jahre (2017: 16,4 Milliarden Euro; 2016: 13,8 Milliarden Euro). Insgesamt wurden im Jahr 2019 rund 115.400 Wohneinheiten gehandelt. Diese Zahl liegt rund 16 Prozent unter dem Vorjahresniveau (137.900).

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„Der Wohninvestmentmarkt in Deutschland zeigte sich auch im vergangenen Jahr in äußerst guter Verfassung. Der Markt war wie im Vorjahr geprägt von Portfoliobereinigungen und Firmenübernahmen. Dazu kam eine wachsende Anzahl gehandelter Projektentwicklungen insbesondere in den Metropolen, was die Transaktionspreise positiv beeinflusst hat. Investoren haben die A-Städte trotz Mietregulierungen weiter im Blick“, sagt Marc Sahling, Geschäftsführer der Dr. Lübke & Kelber GmbH.

Deutsche Investoren dominieren den Wohninvestmentmarkt

Der Anteil der deutschen Investoren im Wohninvestmentmarkt ist gegenüber dem Jahr 2018 um 13 Prozentpunkte auf 93% gestiegen. Das ist der höchste Wert seit dem Jahr 2013. Internationale Investoren zeichneten sich für lediglich sieben Prozent des Transaktionsvolumens verantwortlich, beziehungsweise legen ihre Gelder indirekt über deutsche Vermögensverwalter an. Die größte Transaktion mit direkter Beteiligung internationalen Kapitals war der Ankauf eines Ruhrgebiet-Portfolios mit insgesamt 528 Wohneinheiten durch die Peach Property Group AG.

Wieder zunehmende Transaktionsgrößen

Im Vergleich zum Vorjahr ist die durchschnittliche Transaktionsgröße im Jahr 2019 deutlich gestiegen. Im Jahresdurchschnitt betrug das Transaktionsvolumen 50,7 Millionen Euro bei 341 Wohneinheiten pro Deal (2018: 31,9 Mio. EUR bei 227 Wohneinheiten). Ein höheres durchschnittliches Transaktionsvolumen pro Deal wurde zuletzt im Jahr 2012 registriert (57,2 Millionen Euro bei 1.045 Wohneinheiten).

Der Durchschnittspreis je gehandelter Wohneinheit lag im Jahr 2019 mit einem Wert von 148.500 Euro deutlich über dem Vorjahrespreis (140.300 Euro). Der durchschnittliche Preis pro Quadratmeter betrug 2.300 Euro (2018: 2.206 Euro). „Der Preisanstieg erklärt sich besonders durch den hohen Anteil an teureren Projektentwicklungen in den Metropolen, die vor allem im vierten Quartal gehandelt wurden“, erläutert Dr. Stefan Behrendt, Senior Research Analyst bei Dr. Lübke & Kelber.

Rund ein Drittel (31 Prozent) der im Jahr 2019 gehandelten Wohneinheiten entfielen auf vier große Portfoliotransaktionen mit mehr als 5.001 Einheiten. Dazu zählen die BGP-Übernahme, der Ankauf von einem Drittel der ADO Aktien durch die Adler Real Estate, der Verkauf von 6.000 Einheiten der Deutsche Wohnen an die ZBI Gruppe sowie der Verkauf von rund 6.000 Einheiten der ADO an die Gewobag.

A-Städte wieder deutlich nachgefragter

Mit 48 Prozent lag fast die Hälfte der im Jahr 2019 gehandelten Wohneinheiten in den A-Städten (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Düsseldorf, Stuttgart). Im Vergleich mit dem Vorjahr entspricht dies mehr als einer Verdoppelung (2018: 22 Prozent). Der Anteil der A-Städte am Transaktionsvolumen stieg von 36 Prozent im Jahr 2018 auf 59 Prozent. „Nachdem die B-Städte in den vergangenen Jahren den Transaktionsmarkt dominiert haben, verlagert sich die Investorennachfrage jetzt wieder in die Metropolen. Dazu tragen neben steigenden Neubautransaktionen auch Konzentrationsprozesse am Markt sowie vor allem in Berlin der politische Druck Wohnungen wieder zu rekomunalisieren bei“, erklärt Sahling.

Wohnimmobilienmarkt 2020 mit ähnlichen Transaktionsvolumen

Die Dr. Lübke & Kelber GmbH erwartet für 2020 ein ähnlich hohes Transaktionsvolumen. „In diesem Jahr dürfte sich das Transaktionsvolumen ähnlich entwickeln wie im vergangenen Jahr. Die angekündigten Übernahmen der Adler Real Estate AG und der Consus Real Estate AG durch die ADO Properties stehen unmittelbar bevor. Weitere Übernahmen sind nicht auszuschließen. Der weiterhin auf einem hohen Niveau befindliche Anlagedruck sowie das mittlerweile moderate Preiswachstum werden wahrscheinlich noch mehr Bestandshalter zum Verkauf bewegen. Gleichzeitig zeigt sich der deutsche Wohnimmobilienmarkt weiterhin in einer sehr robusten Verfassung. Deshalb erwarten wir, dass zum fünften Mal in sechs Jahren 16 Milliarden Euro an wohnwirtschaftlichen Immobilientransaktionen erreicht werden“, erläutert Behrendt.

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