Starkes drittes Quartal: Transaktionsvolumen von 6,1 Milliarden Euro

  • Transaktionsvolumen im laufenden Jahr aktuell bei 12,5 Milliarden Euro
  • Acht Portfolio-Deals bestimmen das dritte Quartal
  • Gesamtjahresvolumen von mindestens 17 Milliarden Euro erwarte

 

Im dritten Quartal 2019 wurde ein Transaktionsvolumen von rund 6,1 Milliarden Euro auf dem deutschen Wohninvestmentmarkt umgesetzt. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum rund 43.470 Wohnungen gehandelt. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2019 betrug das Gesamtvolumen rund 12,5 Milliarden Euro bei 89.970 verkauften Einheiten.

„Im dritten Quartal hat der Transaktionsmarkt deutlich an Fahrt gewonnen. Sowohl das Umsatz- als auch das Einheitenvolumen haben in den vergangenen drei Monaten Höhen erreicht wie vorher im gesamten ersten Halbjahr“, sagt Marc Sahling, Geschäftsführer der Dr. Lübke & Kelber GmbH. „Dieses Quartal war vor allem von Übernahmen sowie großen Portfolio-Deals geprägt. Ebenfalls auffällig ist, dass fast die Hälfte der gehandelten Einheiten in den Top-7-Städten liegt.“

Der größte Deal war die Übernahme der Ado-Group durch Adler Real Estate. Damit übernimmt die Adler Kontrolle über die Ado Properties, welche zum Halbjahr 2019 23.620 Wohnungen in Berlin hielt. Die Berliner landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Gewobag hat der Ado fast 6.000 dieser Wohnungen zum Ende des Quartales abgekauft. Zu den weiteren großen Transaktionen des dritten Quartals zählen der Verkauf von rund 6.350 Wohneinheiten der Deutsche Wohnen an die ZBI sowie rund 3.600 Wohnungen, die Peach Property im Ruhrgebiet erworben hat.

Durchschnittliche Transaktionsgröße gestiegen

Der Durchschnittspreis je gehandelter Wohneinheit lag in den ersten drei Quartalen 2019 bei rund 138.640 Euro, also rund zwei Prozent niedriger als die durchschnittlich 141.800 Euro im Vorjahreszeitraum. „Die vielen Portfolio-Deals der vergangenen drei Monate haben die durchschnittliche Transaktionsgröße in die Höhe getrieben“, sagt Sahling. Im Schnitt wurden im dritten Quartal 2019 je Deal 536 Wohnungen je Transaktion registriert.

Wohnimmobilien in Top-7-Städten vermehrt gehandelt

„Aufgrund der großen Deals in Berlin, München und Hamburg und der gestiegenen Preise in den Top-7-Städten ist der Anteil der Metropolen am Deal-Volumen wie auch an der Gesamtzahl gehandelter Einheiten im dritten Quartal wieder deutlich gestiegen“, erläutert Dr. Stefan Behrendt, Senior Research Analyst der Dr. Lübke & Kelber GmbH. 46 Prozent der gehandelten Wohneinheiten im dritten Quartal befinden sich in den A-Städten (Q3/2018: 32 Prozent). Der Anteil der Metropolenmärkte am Gesamtumsatzvolumen betrug 65 Prozent.

Fast keine ausländischen Käufer am Investmentmarkt

Das Investitionsvolumen deutscher Investoren im dritten Quartal 2019 lag bei rund 96 Prozent des Transaktionsvolumens. Damit vergrößerte sich ihr Anteil im Vergleich mit dem Vorjahresquartal um 33 Prozentpunkte. Internationale Investoren kamen mit auf lediglich vier Prozent des Transaktionsvolumens. „In diesem Quartal beschränkte sich der Wohninvestmentmarkt fast ausschließlich auf deutsche Teilnehmer. Die einzige Großtransaktion mit internationaler Käuferherkunft fand zwischen Deutsche Real Estate und TGP Real Estate Partners/Round Hill Capital über ein Studentenwohnheimportfolio in 9 deutschen Städten statt“, erläutert Behrendt.

Gesamtjahresvolumen von rund 17 Milliarden Euro erwartet

Mit Blick auf das dritte Quartal 2019 stellt Dr. Lübke & Kelber eine Erholung des Wohninvestmentmarkts fest. „Nach dem eher gedämpften Verlauf der beiden ersten Quartale beschert das dritte Quartal einen neuen Höhenflug. Wohnimmobilien sind ein weiterhin sehr nachgefragtes Investment. Allerdings ebnen sich die Preise langsam ein, nicht mehr alles ist zu jedem Preis verkäuflich“, fasst Sahling den Bericht zusammen.

Dr. Lübke & Kelber geht angesichts der sehr positiven Entwicklung des dritten Quartals 2019 davon aus, dass mindestens das Volumen des Jahres 2017 von 16,4 Milliarden Euro überschritten wird. Aktuell wird erwartet, dass ein Gesamtjahresvolumen von rund 17 Milliarden Euro umgesetzt werden könnte.

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