Verhaltener Jahresauftakt: Transaktionsvolumen Q1/2019 von knapp drei Milliarden Euro

  • Vier Großdeals bestimmen knapp 50 Prozent des Transaktionsgeschehens
  • Angebotsmangel an großen Wohnungsportfolien hält an
  • Übernahmen von kompletten Beständen und Unternehmen immer wahrscheinlicher

Im ersten Quartal 2019 startete der deutsche Wohninvestmentmarkt mit einem eher verhaltenen Transaktionsvolumen von 2,9 Milliarden Euro. „Das erste Quartal 2018 war bestimmt von außerordentlichen Portfoliodeals, wie der milliardenschweren Übernahme der Buwog durch die Vonovia. Dieses Jahr beginnt ruhiger, aber auf einem immer noch sehr beachtlichen Niveau“, sagt Marc Sahling, Geschäftsführer der Dr. Lübke & Kelber GmbH. Dr. Lübke & Kelber Research erfasste zwischen Januar und März 2019 insgesamt 74 Transaktionen, bei denen rund 17.450 Wohnungen gehandelt wurden. (Vorjahreszeitraum: 147 Deals und 54.000 Wohneinheiten).

Der Transaktionsmarkt für Wohnimmobilien war zum Jahresanfang von drei großen Deals geprägt. Die größte Transaktion mit 2.839 Wohneinheiten fand zwischen der Akelius und der Erwerberin Deutsche Wohnen AG statt. Das schwedische Wohnungsunternehmen trennte sich auf einen Schlag von seinen Beständen in Köln, Düsseldorf und dem Rhein-Main-Gebiet. In der nächstgrößeren Transaktion erwarb die Stadt Bremen die restlichen 50 Prozent an der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Brebau von der Sparkasse Bremen. Der dritte Großdeal war der Ankauf von 1.821 Wohneinheiten durch die kommunale Berliner Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land im Altglienicker Kosmosviertel.

Deutsche Investoren weiterhin marktbeherrschend

Deutscher Investoren waren im ersten Quartal 2019 für 93 Prozent des Transaktionsvolumens verantwortlich. Insgesamt bewegten sie rund 2,7 Milliarden Euro. Internationale Investoren belegten einen Marktanteil von lediglich siebn Prozent.

„Internationale Käufer kamen wie üblich nur vereinzelt zum Zuge. Als Verkäufer an internationale Investoren tat sich die CG Gruppe hervor. Neben dem Leipziger Grundstücksdeal der Projektentwicklung im Eutritzscher Freiladebahnhof an die Imfarr Beteiligungs GmbH hat die CG Gruppe das ‚Carré Löbtau‘ in Dresden an den US-Investor Heitman veräußert“, erläutert Sahling.

Wohnungs- und Quadratmeterpreise gestiegen

Der durchschnittliche Preis je gehandelter Wohneinheit lag aufgrund der Deal-Strukturen im ersten Quartal 2019 bei rund 165.750 Euro. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis betrug 2.550 Euro. Das durchschnittliche Transaktionsvolumen je Deal betrug rund 34,1 Millionen Euro und liegt damit unter dem Niveau des Vorjahresquartals, das aber durch die Buwog-Übernahme deutlich nach oben ausgeschlagen war (Q1 2018: 54,9 Millionen Euro).

Prognose 2019: Transaktionsvolumen von 17 Milliarden Euro

Für das gesamte Jahr 2019 geht Dr. Lübke & Kelber weiterhin von einem etwas geringeren Transaktionsvolumen als noch im Jahr 2018 aus. Es dürfte sich ähnlich wie in 2017 um die 17 Milliarden Euro einpendeln.

„Aufgrund des weiter anhaltenden Angebotsmangels an qualitativ anspruchsvollen Portfolien, gehen die großen Bestandshalter vermehrt dazu über entweder ganze Unternehmen oder deren Bestände zu übernehmen, um ihre Bestände großvolumig zu erweitern. So hat die ZBI/Union Investment Anfang April die komplette Übernahme aller BGP-Bestände (16.000 Wohneinheiten) vollzogen. Aber es sind weiterhin kaum Anzeichen zu erkennen, dass sich die großen Bestandshalter von ihren besseren Beständen im großen Stil trennen werden. Aufgrund der weiterhin leicht ansteigenden Neubauprojektentwicklungspipeline, vor allem in den Metropolen, ist davon auszugehen, dass Forward-Deals mit knapp einem Drittel zum Transaktionsvolumen beitragen sollten“, sagt Sahling.

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